2014 Trier (18.09.-21.09.2014)

Chorreise des MGV „Liedertafel“ Verl

vom 18.-21. September 2014
nach Trier

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18. September 2014

Busbahnhof Verl um 7 Uhr morgens: Alle 37 Sänger und ihre Chorleiterin Erika Brause sind pünktlich eingetroffen. Keiner fehlt. Pünktlich ist auch Busfahrer Thomas mit einem Superbus des Busunternehmens Apelmeier aus Kaunitz. Koffer und auch Proviant in flüssiger und fester Form sind schnell verstaut. Die Chorreise nach Trier kann beginnen. Bei der Abfahrt in Verl war das Wetter noch gut und auch der erste Teil der anschließenden Busfahrt verlief problemlos. Doch bei unserer ersten Rast in Remscheid kamen die ersten Tropfen von oben. Das konnte allerdings unsere gute Laune nicht trüben. Aber als uns dann ein kilometerlanger Stau auf der A 1 bevorstand, (Sperrung der Leverkusener Brücke für Busse und LKWs) musste uIMG_6615nser Reiseleiter Martin den Tagesablauf in Trier bereits im Bus ändern. Auch auf der A 3 sah es nicht besser aus. Erst im Bereich Euskirchen lief dann der Autoverkehr endlich wieder normal. Jetzt war auch Zeit für eine kräftige Brotzeit.Dafür hatte unser „Verpflegungsminister“ Heribert bestens gesorgt. Auf dem Autohof „Zur Schneifel“ packten alle mit an. Und im Nu war ein rustikales Buffet aufgebaut. Zur mittäglicher Stunde konnten wir aber auch schon wieder einen kräftigen Bissen und schon ein kleines „Bierchen“ vertragen. Auch Busfahrer Thomas hatte zuvor seine Kaffeemaschine auf Vordermann gebracht. So gestärkt, erreichten wir dann bei Sonnenschein um 14:15 Uhr Trier mit unsIMG_6636erer ansprechenden Bleibe „Hotel Mercure“ direkt an der Porta Nigra. Eigentlich wollten wir bereitsum 13 Uhr in Trier ankommen. Aber die Sperrung der Leverkusener Brücke hat uns einen gewaltigen Strich durch unsere Tagesplanung gemacht. Was soll’s - manchmal kommt es halt anders, als man denkt und plant.

Dann begann eben der anschließende Stadtrundgang etwas später – und das mit zwei Damen, die sich als Vollprofis der Trierer Geschichte präsentierten. Unser Sangesbruder Gerd hatte seine guten privaten Beziehungen spielen lassen, damit uns sein Heimatort Trier in sehr interessanter Form gezeigt werden konnte. Und wo begann der Stadtrundgang? SelbstverständIMG_6647lich an der Porta Nigra, die als Triers berühmtes Wahrzeichen gilt. Hier tauchten wir ein in die über 2.000 Jahre alte Geschichte Triers. Als „Rom des Nordens“ war Trier in der Spätantike eine der berühmtesten Metropolen Europas und der Welt. Und das wurde uns an diesem historischen Platz, vor diesem gewaltigen Monument, sehr deutlich vor Augen geführt.

Weiter ging es dann durch eine unübersehbare Schar von Touristen zum Hauptmarkt, der auch Triers „gute Stube “ genannt wird. Die Mitte des dreieckigen Platzes wird von dem frühmittelalterlichen Marktkreuz und dem Petrusbrunnen beherrscht.

Von hier aus waren nur ein paar Schritte zum Dom St. Peter und zur Liebfrauenkirche. Zum Inneren des Domes wollte man uns heute noch nicht viel erläutern, weil uns ja am Samstag noch eine separate Domführung erwartete. Das war auch gut so, denn es war  schon überwältigend, was uns diese Stadt zu zeigen hatte.IMG_6672

An der Konstantinbasilika angekommen, konnten wir den monumentalen Bau leider nur von außen besichtigen. Eine Renovierung im Innenraum ließ eine Besichtigung nicht zu. Diese einstige Palastaula des römischen Kaisers Konstantin I., die zu Beginn des 4. Jahrhunderts errichtet wurde, zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Spätantike. Mit einer Höhe von 30 und einer Länge von 67 Metern ist der mächtige Ziegelbau einer der größten heute noch erhaltenen antiken Sakralbauten. Heute dient sie der evangelischen Kirchengemeinde als Hauptkirche.

Langsam wurdeIMG_6680n unsere Beine schwer und unsere geistige Aufnahmekapazität war nahezu erschöpft. Zum Gang zum Kurfürstlichen Palais reichte es aber noch. Das im 17. und 18. Jahrhundert errichtete Palais ist ein architektonisches Schmuckstück aus der Blütezeit des geistigen Kurfürstentums. Ihren einzigartigen Charme verdankt die Anlage dem reizvollen Zusammenspiel verschiedenster großer Bauepochen. Besonders prunkvoll ist der Südflügel des Schlosses, der sich unmittelbar an die Konstantinbasilika anlehnt.

Jetzt war es aber auch genug Geschichte. Hier auf der Treppe des Palais schmetterten wir noch ein paar Lieder, die auch ein Dankeschön für unsere beiden hervorragenden Stadtführerinnen sein sollte. Und gleich kamen auch noch ein paar Besucher des Parks als Zuhörer hinzu, die sich anschließend mit spontanem Applaus bedankten.

Der Applaus war noch nicht ganz verklungen, da kam von allen Seiten die Frage: „Wo bekommen wir jetzt wIMG_6686as zu trinken?“ Zielgerichtet ging’s dann in die Weinstube Kesselstadt direkt am Dom. Als Theo dann allein vorging, um schon 25 Pils zu bestellen, bekam er ungläubige Blicke. Ein Mann und 25 Pils und das in einem Weinlokal – ein Scherz? Aber als dann die gesamte Sängerschar eintraf, erwartete man ein gutes und schnelles Geschäft. Die Sängerkehlen waren so trocken, dass nochmals ganz schnell 25 Pils her mussten. So schnell hat der Gastronom selten 50 Pils verkauft. Und das Schöne war: Michael hat die Zeche aus unserer “Schweinekasse“ bezahlt.

Unsere Reiseorganisatoren Gerd und Martin hatten sich im Vorfeld gedacht: Eine Reise zur Mosel ohne Weinprobe, das geht nicht. So haben sie im Weingut Schleimer eine Weinprobe mit einem zünftigen Abendessen organisiert. Als unser Bus beim Weingut Schleimer vorfuhr, erwartete uns Herr Schleimer persönlich. Zuerst ging es dann in den WIMG_6706einberg, in dem er uns sehr umfangreich den Werdegang des Weines erklärte. Die Betonung liegt auf „Umfangreich“. Kaum jemand von den Sängern konnte ihm noch intensiv zuhören. Ein Pastor ist an Herrn Schleimer verloren gegangen. Als wir dann endlich den Weinberg verlassen durften, kam immer noch kein Wein auf den Tisch. Jetzt ging es erst noch durch seinen Weinkeller. Und schon wieder eine „Weinpredigt“. Vor lauter Hunger konnten wir ihm kaum noch folgen. Als wir dann glaubten, jetzt endlich zum wohlverdienten Rebensaft zu kommen, folgte dann der dritte Teil der Schleimerschen „Weinpredigt“. Jetzt gab es den ersten Tropfen Riesling aus seinem eigenen Weinberg. Aber immer noch nichts zu essen. Wir mussten noch zwei  Probiergänge mit unterschiedlichen Sorten über uns ergehen lassen bis dann endlich ein leckerer Spießbraten aufgetischt wurde. Anschließend kredenzte Herr Schleimer uns noch drei weitere Weine. Gott sein Dank wurde die Ansprachen jetzt kürzer und der Wein wurde immer besser.

Im Hotel ließen wir dann noch den erlebnisreichen Tag ganz gemütlich ausklingen. Und was gab es als Schlummertrunk? „Bitburger Pils!“ Wenn das Herr Schleimer gewusst hätte, er hätte uns noch den vierten Teil seiner „Weinpredigt“ zugemutet.

19. September 2014

Nach einem ausgezeichneten Frühstück mit allem Drum und Dran stand heute eine geplante Busfahrt rund um Trier auf dem Programm. Dass Frau Dostert uns heute führte, war ein ausgesprochener Glücksfall. Die Hälfte unserer Gruppe kannte Frau Dostert ja schon vom Vortag. Einmal mehr stellte sich heraus, dass Frau Dostert ein wandelndes Geschichts-lexikon ist. Sie brachte ihr Wissen nicht „knüppeltrocken“ sondern mit viel Geist und Witz an ihre Zuhörer.

Weil unser Busfahrer Thomas seine Ruhezeiten sehr korrekt eingehalten hatte, stand er uns auch heute wieder zur Verfügung. Bei strahlendem SoIMG_6732nnenschein ging es zunächst moselabwärts zu dem kleinen Wallfahrtsort Klausen zur Wallfahrtskirche „Maria Heimsuchung“. Nicht nur Kerzen wurden hier entzündet, sondern wir haben durch unseren geistlichen Gesang auch eine würdige gesangliche Visitenkarte abgegeben. Bei solchen Gelegenheiten kommen uns natürlich unsere geistlichen Lieder unseres Repertoire sehr zugute. Und die wenigen Kirchenbesucher lauschten fast andächtig. Unser Reisefotograf Knud war immer bemüht, Fotos von uns zu machen. Das aktuelle Fotomaterial ist sicher ein wesentlicher Beitrag für unseren neuen Internetauftritt.

Weiter ging’s über den Panoramaweg nach Piesport. Es hat sich wirklich gelohnt, diesen Weg zu wählen. Denn die Aussichten, die wir hier auf dem Panoramaweg genießen konnten waren einfach wunderbar. Und immer war Fotograf Knud zur Stelle um diese Eindrücke für die Chronik einzufangen - und das bei schönstem Wetter.

Und als wir dann in die Nähe von Trittenheim kamen, konnten wir eine der vielen Moselschleifen bestaunen. Oberhalb dieser Moselschleife liegt – weit sichtbar – der Zummethof mit seiner schönen Terrasse und dem traumhaften Blick über die Moselschleife. Das war ein schönes Ziel für uns. Und da IMG_6740haben sich unsere Reiseorganisatoren einen weiteren wahren Höhepunkt unserer Chorfahrt ausgedacht und auch umgesetzt. Hier hatten sie uns zum Mittagessen angemeldet. Ambiente gut, Essen gut und auch der Service war gut. Nur am Akzent müssen die polnischen Servicekräfte noch arbeiten. Der Satzbau eines Service-Mitarbeiters hat uns teilweise so zum Lachen gebracht, dass uns die Tränen flossen. Aber in Zloty konnten wir anschließend nicht bezahlen. Ihm war der harte Euro doch lieber.

Und zur Verdauung jetzt einen Schroeder’schen. Kein Problem – wir hatten ja alles dabei.

Nun führte uns unsere stets kompetente Reisebegleiterin Frau Dostert zurück nach Trier, wo sie uns unbedingt noch die Stiftskirche St. Paulin zeigen wollte. Leider war sie von außen eingerüstet. Doch innen waren wir überwältigt von der Schönheit dieses GotteIMG_6766shauses. Diese einschiffige Kirche entstand im 18. Jahrhundert nach den Plänen Baltharsar Neumanns, nachdem der romanische Vorgängerbau in den Kriegen Ludwigs XIV. zerstört worden war. Sie gilt als prachtvolles spätbarockes Kleinod der Moselstadt. Gott sei Dank hat uns Frau Dostert dieses Kleinod nicht vorenthalten.

Zum Schluss unserer heutigen Erkundigungstour standen dann noch die Kaiserthermen auf dem Programm. Bis zu 19 Meter ragen die Ruinenmauern der Kaiserthermen empor. Von der einstigen Badeanlage, die Kaiser Konstantin zu Beginn des 4. Jahrhunderts für seinen Hofstaat errichten ließ, sind heute nur noch Ruinenmauern erhalten. Die Thermen verfügten ursprünglich über ein Heiß- und Kaltbad, ein Schwimmbecken und einen Gymnastikplatz. Im den Kellerräumen blieb ein labyrinthartiges Netz von Kanalanlagen erhalten.

Für heute war’s genug! Frau Dostert hat uns heute nicht nur die Schönheit der Moselland-schaft gezeigt, sondern sie hat uns auch einmal mehr in die Geschichte Triers eintauchen lassen. Alles hat sie wieder interessant dargeboten. Morgen wird sie uns dann noch durch den Dom von innen führen.

Nach diesem schönen und interessanten Tag erwartete uns in unserem Hotel „Mercure“ ein abendliches Buffet, das uns hervorragend stärkte und uns eine gute Grundlage für ein oder zwei „Bierchen“ auf der Hotelterrasse schaffte.

20. September 2014

Nach dem Frühstück wollten wir uns eigentlich in die Kirche St. Gangolf zur Stellprobe und zum Einsingen einfinden. Doch das wurde uns von höherer Kirchenstelle nicht erlaubt. So mussten wir uns mit den Räumlichkeiten des Bistros vom Hotel begnügen. Schnell war für uns 38 Personen in dem kleinen Raum die Luft zu eng. Gut das der Raum Schiebetüren hatte. So bekamen wir wieder Luft und unsere geistlichen Klänge waren auf der Straße sicher auch zu hören. Das brachte einige Passanten dazu, unseren Gesängen zu lauschen. Ob wohl einige von ihnen gedacht haben, wir feierten hier in dem Hotelbistro einen morgendlichen Gottesdienst? Wer weiß? Auf jeden Fall waren wir nach der Probe für den bevorstehenden Gottesdienst gut gerüstet.

Nach einem kleinen Gang durch die Stadt wollte Martin uns noch die Dreifaltigkeitskirche zeigen, in dem das Grab des Lyrikers Friedrich von Spee (1591-1635) zu finden ist. Von Spee war dafür bekannt, das er den Hexenwahn bekämpfte. Weiterhin ist er auch heute noch in den katholischen und evangelischen Gesangbüchern zu finden, weil er viele Texte für Kirchenlieder geschrieben hat. Und er hat sich zu damaliger Zeit schon sehr für die Frauenrechte eingesetzt.

Bis zum abendlichen Gottesdienst war jetzt Freizeit angesagt. Und wer wollte, konnte nochmals von dem unglaublichen Wissen von Frau Dostert profitieren, die dann noch eine Schar unserer Sänger durch den Innenraum des Domes St. Peter führte. DeIMG_6791r Dom St. Peter gilt als der älteste Dom Deutschlands und die mit ihm verbundene Liebfrauenkirche entstanden auf den Grundmauern einer antiken Doppelkirche, deren Kern wiederum ein römischer Kaiserpalast war. Neben den zahlreichen Kostbarkeiten, die man im Dom bestaunen kann, ist der „Heilige Rock Christi“ die Hauptattraktion des gewaltigen Kirchenkomplexes. Seit 1975 wird die berühmte Reliquie, die man nur zu außergewöhn-lichen Wallfahrtsanlassen öffentlich ausstellt, in einem Glasschrein aufbewahrt.

Danach wurde es auch schon langsam Zeit, uns für den Gottesdienst herzurichten. Für das Einsingen auf der Orgelbühne von St. Gangolf blieb uns lediglich eine halbe Stunde. Das war nicht viel – aber es reichte soeben, um unsere geplanten fünf Lieder kurz anzusingen. Wer glaubte, eine volle Kirche zu sehen, der wurde enttäuscht. Etwa 80 Kirchenbesucher kamen zur Messe. Wenn unsere gesangliche Mitgestaltung des Gottesdienstes vorher im Pfarrbrief angekündigt worden wäre, wären vielleicht einige Gottesdienstbesucher mehr gekommen. Aber die, die gekommen waren, waren offensichtlich mit unseren Gesängen zufrieden. Das konnten wir am Applaus zum Ende der Messe erkennen. Dass wir beim „Heilig, heilig, heilig“ von Schubert nicht gleich den Ton fanden und nochmals beginnen mussten war ein kleiner Schönheitsfehler, der uns sicher nicht negativ angekreidet wurde. Dafür haben beim „Herrgott, du bist unsere Zuflucht“ fast die Kirchenwände gewackelt.

Von der Kirche St. Gangolf waren es nur ein paar Schritte über den Marktplatz zum Restaurant „Zum Domstein“. Hier war ein Kellerraum nur für uns reserviert. Doch nach dem guten Essen hielt es hier unten kaum jemand länger aus. Die Luft war zum Schneiden. Alle wollten an dIMG_6804ie Luft. Die eine Gruppe blieb hier im Innenhof. Das sollte sich später als keine gute Idee herausstellen. Die andere Gruppe zog es vor, auf unserer Hotelterrasse noch ein Bit zu genießen. Dabei erklangen von uns einige Lieder, die beim übrigen Publikum gut ankamen. Und plötzlich! Es fing an zu regnen und hörte so schnell nicht auf. Was machten nun unsere Sänger im „Domstein“? Einige hatten keinen Schirm und auch keine Jacke. Auf jeden Fall sind sie irgendwie zurückgekommen. Das konnte man tief in der Nacht hören.

 

21. September 2014

Es war kaum zu glauben, dass einige Nachschwärmer pünktlich zum Frühstück erschienen. Es gab auch keinen Ausweg. Denn um 9:30 Uhr war die Abfahrt nach Aachen geplant. Unser Fahrer Thomas hatte seinen Bus schon startklar vor dem Hotel geparkt. Pünktlich ging es dann auch los. Bei einigen Sängern fielen die Augen gleich zu. Sie haben von der Busfahrt nach Aachen nicht viel mitbekommen. Nordwärts ging’s dann im Regen in Richtung Belgien, an Malmedy vorbei nach Aachen. Von Geschichte hatten wir offensichtlich noch nicht genug. Ein paar Kapitel über Aachen konnten wir noch vertragen. Und die hatte Martin für uns sehr gut vorbereitet und für uns wohl dosiert. Das ist Martins großes Plus. Er ist immer sehr gut informiert und bestens vorbereitet. Ist er etwa Lehrer? Wenn ja – dann ist er ein sehr guter.

Viel Zeit blieb uns in Aachen nicht. Aber wir wollten auf jeden Fall den Dom von innen sehen. Das war uns zunäcIMG_6826hst nicht möglich, weil im Dom noch ein Gottesdienst stattfand. Diese Wartezeit nutzen wir, um einen kleinen Imbiss zu uns zu nehmen oder Aachener Printen zu kaufen. Aber dann wurde uns Einlass in den Dom gewährt. Wieder konnten wir ein Gotteshaus bestaunen, das einfach nur einmalig und sehenswert ist. Hier im Dom, der zu den UNESCO-Weltkulturgütern zählt, wurden jahrhundertelang die deutschen Könige gekrönt. Der achteckige Mittelbau wurde von Karl dem Großen um 800 als Pfalzkapelle errichtet – zur Zeit ihrer Entstehung war sie der größte Kuppelbau nördlich der Alpen. In dem nach antiken Vorbildern geschaffene Oktogon steht der Marmorthron Karls des Großen. Unter der mosaikgeschmüIMG_6828ckten Kuppel hängt ein von Friedrich I. Barbarossa gestifteter Radleuchter. 1414 baute man die gotische Chorhalle, in der sich wertvolle Schätze wie der goldene Karlschrein mit den Gebeinen des Kaisers und die vergoldete Kanzel befinden.

Das war’s in Aachen. Nun konnten wir uns voll auf unsere Heimfahrt konzentrieren. Aber wir waren doch bei der Ankunft 38 Personen. Und jetzt waren plötzlich nur 36 Personen an Bord. Wer fehlte? Wolfgang und Max. Das bedeutet „Strafe“ und eine Pulle Boonekamp. Einzulösen während der nächsten Chorprobe.

Als wir am Donnerstag aus Verl losgefahren sind, war es trocken und schon ein wenig sonnig. Jetzt – auf der Rückfahrt - legte sich wieder der Regen und die Sonne kam zum Vorschein. Zum Vorschein kamen auch unsere Frauen, die uns auf die Sekunde genau um 16:45 Uhr wieder auf heimischen Boden begrüßen konnten.

Wieder ist eine Reise zu Ende gegangen, die vielen sicher noch lange in positiver Erinnerung bleiben wird. Wenn unsere Chorleiterin sagt, dass es eine gelungene Fahrt war, dann können wir Sänger uns dieser Meinung nur anschließen. Auf jeden Fall haben wir uns alle im Fach Geschichte mindestens um zwei Noten verbessert und haben dabei Trier „Das Rom des Nordens“ von den schönsten Seiten kennen gelernt. Ja – Trier ist wahrhaftig eine Reise wert.

Theodor Helfberend

Einige Informationen entnommen aus:

- Auf Tour Trier (Falk Verlag)

- Baedeker Deutschland

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